…Kinder müssen hinaus in die Welt

…mein Kind….mein Kind zieht in den Krieg!

Unser ältestes Kind von Vieren wird in wenigen Tagen in ein fernes Land, dass fast 5000 km weit entfernt ist, aufbrechen.
Er ist Soldat. Ja…
Es ist seine Aufgabe. Ja…
ABER ….  Mein GedankenKarusell hat den Turbo eingestellt!
Die Vernunft kämpft gegen mein MamaHerz – mein Kind – Warum? Was haben *die* dort zu suchen? Was wird ihn dort erwarten? Wird er noch der Selbe sein, wenn er zurück kommt?
Ich seh‘ ihn noch; strohblond und strahlend im Kinderwagen, der Liebling aller Omi’s; er, der immer Alles ganz genau ausprobieren musste… ob der Schulranzen (samt Inhalt) schwimmfähig ist, wie tief der Schulteich im Winter ist, aus dem er im Frühjahr 1 Million Kaulquappen in seiner Fahrradwerkzeugtasche mit nach Hause gebracht hat, damit sie nun unser *Haustiere* sind…“die können doch in unserem Aquarium schwimmen, Mama….biiiiiiiiiiiitte“….ein StrahleKind…
Er, der sich in seinen Gedanken verlieren konnte. Zeit und Raum um sich herum vergaß, wenn ein Tier zu beobachten oder ganz nah anzuschauen war; auch wenn es den Wettlauf mit dem Auto nicht überstanden hatte, unser Kind musste es GENAU betrachten.
Dieses Kind, dass seine Schulsachen irgendwo stehen ließ, wenn er einer enorm wichtigen Idee folgen musste, dem kein Baum zu hoch, keine Pfütze zu tief, kein Matschloch zu matschig war…

DIESES Kind zieht jetzt in den Krieg – in einen Krieg, in dem meiner Meinung nach, unsere Söhne und Töchter nichts zu suchen haben.
Mein Kind, ich wünsche dir einen guten Weg, alles Glück, die nötige Ruhe, Respekt und Achtung, volle Konzentration und eine gesunde Heimkehr.

Deine Mama