Pfingstplausch

Pfingstbaum…hast du einen? Werden bei dir in deiner Heimat spezielle Pfingstbräuche noch gepflegt?

Pfingstbaum 2016

In unserem kleinen Dorf, ja!
Junge Menschen, meist mehr Jungmänner schlagen junge Birken laden sie auf den Wagen und ziehen dann von Haus zu Haus und *verkaufen* diese Bäumchen für *’ne Buddel Schluck* – das Besondere daran ist, dass diese Buddel an Ort und Stelle ausgetrunken wird und erst dann wird der Baum aufgestellt…und die leere Buddel hängt dann am Baum….
Diejenigen Mitbürger, die erst am späteren Nachmittag angefahren werden…haben dann einen sehr *interessanten* Besuch zu erwarten…zum Glück ist es heute nicht so heiß…du verstehst? 😉

Im Netz habe ich noch einen netten Brauch gefunden:
Ähnlich wie auch am 1. Mai wird in manchen Gemeinden in der Pfingstnacht den ledigen Mädchen ein kleines Birkenbäumchen gebracht.
In manchen Orten bekommen alle ledigen Mädchen ein Bäumchen, dann sind es meist die Jungs aus dem Ort, die gemeinsam in der Nacht losziehen, um die Birken zu verteilen. In anderen Gemeinden bekommen nur die Mädchen ein Bäumchen, die auch einen (oder auch mehrere) Verehrer haben. Dann sind es nur die verliebten Burschen, die losziehen um ihr Bäumchen loszuwerden.
Wo das Bäumchen abgelegt wird, ist unterschiedlich. In einigen Gegenden stellt man das Bäumchen vor die Haustür oder an die Hauswand. Manchmal wird aber auch nur ein Birkenstrauß in die Dachrinne gelegt.
Wenn die Bäume von Verehrern gebracht werden, wird auch manchmal der Weg vom Verehrer bis zum Bäumchen mit Stroh, Kalk oder Kreide gezeichnet, damit das Mädel auch weiß von wem sie den netten Gruß erhalten hat.

Quelle: Kikisweb

Pfingstbaum 2016

Unser Baum ist *begossen* und steht nun vorm Haus und trotz dem Wind….windig und kalt ist es geworden…die Eisheiligen sagte man früher…ist da noch was dran? In diesem Jahr trifft der Kälteeinbruch ziemlich genau…

Wikipedia weiß:
Mamertus, Bischof von Vienne – 11. Mai
Pankratius, frühchristlicher Märtyrer – 12. Mai
Servatius, Bischof von Tongeren – 13. Mai
Bonifatius, frühchristlicher Märtyrer – 14. Mai
Sophia, frühchristliche Märtyrin und Mutter dreier geweihter Jungfrauen – 15. Mai („Kalte Sophie“)In Norddeutschland gilt Mamertus als erster Eisheiliger, in Süddeutschland, der Deutschschweiz und Österreich Pankratius. Dies kann damit erklärt werden, dass die von Norden her kommende Kaltluft in Süddeutschland etwa einen Tag später eintrifft.
Quelle: Wikipedia

Ich hab es zwar nicht so mit den Heiligen, aber ich friere trotzdem, hab mir sogar wieder Socken angezogen…die schönen Sonnentage machen jetzt wohl erst mal Pause….die Aussichten sind…sagen wir mal bescheiden durchwachsen…aber wir nehmen es so wie es kommt, richtig?
Da fällt mir ein netter Posiealbumspruch ein:

Die Erde braucht Rgen. Die Snne braucht Licht. Der Himmel braucht St?rne. Und ich brauche d?ch.   (DANKE, dass DU dir Zeit für mich genommen hast!)

 

Diesen Plausch verlinke ich wieder bei Andrea – karminrot. PicsArt_1432974084769

In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes Pfingstwochenende, lass es dir gut gehen!
Fühl dich lieb umärmelt
Gabi @-}—

Pfingstbaum 2016

Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken!

18 Kommentare

  1. Liebe Gabi,
    herzlichen Dank für die schönen Erklärungen zum Brauchtum von Pfingsten. Hier bei uns gibt es keinen Pfingstbrauch, den ich kenne. Aus meiner Kindheit erinnere ich nur, das am Pfingstwochenende immer Maikäfer und Marienkäfer aus Schokolade auf den Frühstückstellern lagen. Und zur Kaffeezeit bein meinen Großeltern gab es auch solche Schoko-Käfer. Als meine Kinder klein waren, habe ich das auch gemacht.
    Winkegrüße Lari

    1. Liebe Lari, ich finde deine Kindheitserinnerung wunderschön! Maikäfer, wann hat man denn den letzten ECHTEN lebendigen Maikäfer gesehen? Bei mir ist das wirklich lange her…
      Kaffeezeit bei den Großeltern, da wird mir richtig warm uns Herz… 🙂

  2. Das kenn ich auch aus meiner Heimat. Allerdings am 1. Mai. Uuuund; die netten ledigen Mädchen bekommen eine Birke, die garstigen nen Besen. Die Kreidelinie gibt es dort auch. Wurde aber von den anderen gelegt, wenn es einen Verdacht gab, wer was miteinander haben könnte 😉 und in der Nacht zum 1. Mai bewacht die Dorfjungend den Maibaum und treibt allerlei Unsinn… Hach ja, – lang ists her. Das war in Franken….. irgendwie ein Stückweit ähnlich wie das, was du beschrieben hast – und ein Stückweit gemeiner irgendwie auch…

    1. Hach, herrlich, diese schönen Erinnerungsreisen! Danke, das du mir deine erzählt hast, liebe Frauohneschuhe! 🙂 GLG

  3. Oh, die armen Birken, können die bis nächstes Jahr überhaupt wieder wachsen?
    Den Brauch kannte ich nicht,
    hier gibt es auch nur den 1. Mai (Hexennacht), da wird aber nur 1 Bäumchen
    am Heimatmuseum aufgestellt, die Trachtengruppe tanzt danach gibt es ein kleines Fest.
    Früher hab ich auch manchmal gesehen,
    dass mit weißer Farbe eine Markierung zu den Liebsten gezogen wurde,
    oder dass die Fensterläden ausgehängt waren, die man am nächsten Morgen dann suchen musste.
    Die Eisheiligen werden hier auch noch beachtet, da gibt es zu allem möglichen Bauernweisheiten, zB Kartoffeln:
    Setsch mich im April, dann komm ich wann ich will,
    setscht mich erst im Mai, dann komm ich glei.
    Liebe Pfingstgrüße
    Nähoma

    1. Fensterläden aushängen…das erinnert mich an meine Oma 😉 bei ihr gab es noch *Fensterläden* – ich liebte diese kleinen Böbbchen zum feststellen!
      Birken,keine Angst, liebe Ella, diese Birken werden nicht mehr wachsen, sondern zu Feuerholz, aber da wir ja im Moor wohnen, gibt es bei uns unzählige Birken und die Wald- und Morrbesitzer sind dankbar, wenn ein wenig gerodet wird. GLG an dich

  4. Hallo Gabi, in dem Dörfchen, in dem ich den ersten Teil meiner Kindheit nach Bullerbü-Art erlebt hab, gab es auch eine Version dieses Brauches. Die Jugendlichen sind mit Handwagen voller Birkenzweige von Haus zu Haus gezogen und haben die Eingänge geschmückt und bekamen dafür einen Obulus in Form von Süßem oder auch Geld. Hin und wieder wurde dabei auch ein solch besonderer Weg markiert 🙂 Ich selbst hab das Treiben von meinem Aussichtspunkt (einer offenen Luke des Heubodens mit bester Aussicht zum Dorfkern) beobachtet. Wir „Kleinen“ hatten unseren Tag immer am 1. Juni – internationaler Tag des Kindes, dann wurde ein Pferdewagen mit Bänken versehen, geschmückt und mit den Kindern „beladen“ und wir sind den ganzen Tag lang über die Dörfer der Umgebung gefahren – überall gabs Leckeres zu essen und lustige Spiele. Diese ersten 7 Lebensjahre in der Geborgenheit einer liebevollen Dorfgemeinschaft möchte ich nicht missen – damit verbinde ich so viele schöne Erinnerungen.
    Ich wünsch Dir ein schönes Pfingstfest, ungeachtet des Wetters. Es hat sich ganz schön abgekühlt, dass ist echt schade, aber der Regen kam erst gestern Abend bzw. nachts.
    Sei lieb gegrüßt von Lene

    1. Welch eine schöne Erinnerung, liebe Lene! Wenn man auf’m Dorf lebt, ist es fast wie auf einer Insel… 😉 eine Insel der Glückseeligkeit…meist jedenfalls.
      Ich bin glücklich, dass wir auf dem land leben. Drück dich! GLG

  5. Eine Birke liesse ich mir auch pflanzen. 🙂 Und so ist es, von Mamertus habe ich noch nie gehört. lg Regula

  6. Gehört habe ich von diesen Bräuchen, aber ich glaube, dass die hier in Norddeutschland gar nicht gepflegt werden. Zumindest ist mir da noch nichts über den Weg gelaufen.
    Ich wünsche dir schöne Pfingsten.
    LG
    Yvonne

    1. Sei willkommen auf meinem Blog und auch dir schöne Pfingsten, liebe Yvonne! GLG

  7. Bei uns wird der Baum in der Maiennacht von den verliebten Jungs gesetzt. Manchmal kommt es vor dass in der Maiennacht zwei Ehebrecher mit einer Spur die zueinander führt entlarvt werden. Mädchen, welche alle Woche einen anderen Freund haben, bekommen eine Kahle Tanne aufs Dach … Ja so ist das im Schwabenland. Bei den Eisheiligen heißt es: die Sophie macht alles hiee (sie macht alles kaputt). Danke für den lehrreichen und zugleich amüsanten Post. LG Marion

    1. Das hört sich ja spannend an, liebe Marion…was bei euch so los ist in den schönen MAIennächten 😀
      Liebe Grüße ins Schwabenland!

  8. Ich stelle mir gerade vor, wie es wäre, wenn hier in Berlin jeweils eine Spur von dem Verehrer zur Angebeteten gezogen würde…Was für ein Chaos.
    Ich finde die Eisheiligen übertreiben es dieses Jahr mal wieder. Können die sich nicht mal zusammenreißen und auch schön sein?
    Liebe Grüße und gemütliche Pfingsten,
    Andrea

    1. Gute Idee…ganz Berlin ist eine Birke…hihihihi 😀
      Ich drück uns mal beiden die Daumen, dass das Wetter sich wieder beruhigt! Hab Spaß und ein schönes Pfingstwochenende!

  9. Den Brauch von den Pfingstbäumen kannte ich nicht. Aber den Maibaum kennt man hier noch.
    L G Pia

    1. Ein Maibaum ist auch schön, liebe Pia…geschmückt mit bunten Bändern…die würden hier bei uns den Sturm allerdings nicht überstehen…
      Liebe Grüße in die Schweiz 🙂

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